Die wesentlichen sind:
| 1. | Eine Neigung zur Bruchentstehung infolge von Bindegewebsveränderungen mit zunehmendem Alter. Dieses Gewebe, welches normalerweise bestehende Lücken in der Bauchwand sicher ausfüllt, verliert seine Festigkeit und begünstigt die Bruchentstehung. |
| 2. | Kraftvolle Tätigkeiten unter Verwendung der Bauchpresse führen zur Druckerhöhung im Bauchraum mit Austreten von Bauchfell mit Eingeweiden in den Bruchkanal. |
Was sind die ersten Anzeichen für einen
Leistenbruch?
Sicherlich sind große Vorwölbungen, mit und
ohne Leistenbeschwerden, eindeutige Hinweiszeichen.
Nicht selten sind zunächst nur schmerzhafte Leisten für den
Patienten faßbar. Es muß jedoch hinzugefügt werden, daß
Leistenbeschwerden auch Folge von „Abnutzungen" im Bereich der
Lendenwirbelsäule sein können. Dieser Hinweis ist wichtig, denn bei
Patienten mit beiden Leiden können trotz erfolgreicher Leistenbruch-OP
noch Beschwerden zurückbleiben, welche nichts mit der Operation zu tun
haben. Deswegen ist vor einer Operation die genaue Abklärung des
Beschwerdebildes unabdingbar.
Warum sollte operiert werden?
Tritt einmal ein Bruch auf, so kann man davon
ausgehen, daß er größer wird. Wie schnell und mit welcher Ausprägung ist
von Patient zu Patient unterschiedlich. Problematisch wird es, wenn
sich der Bruch mit seinem Inhalt im Bruchkanal einklemmt und die
Durchblutung sich verschlechtert. Hier ist eine Notoperation unbedingt
notwendig, mit allen Risiken!
Aus diesem Grund rate ich dem Patienten zu einer
geplanten OP, welche die Risiken deutlich verringert.
Alle üblichen Methoden zur Versorgung eines Leistenbruches beruhen auf
dem Zusammenfügen von Geweben, welche normalerweise nicht
aneinanderliegen, mit dem Ziel, die Bruchpforte zu verschließen. Dies
widerspricht dem chirurgischen Prinzip, Gewebe nicht unter Spannung zu
vereinigen, und ist verantwortlich für eine unnötig hohe Anzahl von
Mißerfolgen.
Bei der Leistenbruchoperation nach Dr. Rutkow/Dr.
Robins wird der Bruchsack freipräpariert und nach innen
gestülpt, der Perfix Plug (Polypropylen Kunststoffnetzkegel) wird in der
Bruchpforte bzw. im Leistenring plaziert, die Stabilisierung der
Position erfolgt durch einige nicht-resorbierbare Nähte an seinem Rand.
Nachfolgend wird ein sogenanntes Onlay-Patch (flaches Kunststoff netz)
zur Vorbeugung von weiteren Hernienbildungen plaziert. Durch Einwachsen
von Gewebe in die Netzstruktur wird die Reparatur gefestigt und der
Perfix Plug fixiert. Der verwendete Kunststoff wird vom Körper
problemlos toleriert. Der Hautverschluß erfolgt in der Regel mit sich
selbst auflösenden Fäden in der Haut. Somit ist ein Fadenentfernen
unnötig. Eine postoperative Bettruhe ist nicht notwendig!
Die Vorteile für Sie als Patient liegen bei einer spannungsfreien, minimal invasiven, einer kurzen OP-Zeit und bei einer postoperativen schmerzarmen Methode dieser Perfix Plug Technik.