Die Arthrose des Daumensattelgelenkes ist die häufigste degenerative Erkrankung der Hand. Die klinische Verdachtsdiagnose wird durch geeignete Röntgenuntersuchungen bestätigt.
Beschwerden:
- schmerzhafte Schwellung der Gelenkknochen
- Bewegungs- und Beiastungsschmerz an der Daumenbasis
- Stauchung des Daumen führt zu Schmerzen
Ursachen:
1. Angeborene Formvarianten der Gelenkknochen
2. Ungleichmäßige Belastung der Gelenkflächen
3. Lockere Gelenkbänder
4. Übermäßige Belastung des Gelenkes
Behandlungsmöglichkeiten:
Leichtere Formen können durch konservative Methoden (Ruhigstellung,
entzündungshemmende Medikamente, lokale Injektionen) behandelt werden. Fortgeschrittene Formen bedürfen einer chirurgischen Therapie.
Operationsmethoden:
1.
Gelenkversteifung (Arthrodese)
Entfernung der geschädigten Gelenkflächen und Versteifung der Knochen mit Schrauben oder Metallplatte
Nachteil: Bewegungseinschränkung im Daumen
2.
Teilentfernung des Gelenks und Auffüllung der Lücke mit körpereigenem Sehnenmaterial und/oder Aufhängung des 1. Mittelhandknochens durch Sehnenschlinge am 2. Mittelhandknochen
3.
Künstlicher Gelenkersatz mit Keramikprothese
(Moje)
Nach dem Gelenkersatz:
Der Ersatz des Gelenkes ist erforderlich, weil eine starke
Schädigung des Gelenkes vorliegt und es seine Funktion nicht mehr
ausüben kann. Zirkonkeramik ist ein seit Jahren eingesetzter Werkstoff z.B.
beim Hüftgelenkersatz. Die Keramik zeichnet sich durch eine gute
Gewebeverträglichkeit aus und verwächst mit dem Knochen problemlos,
Unverträglichkeiten sind nicht bekannt. Es entsteht eine feste
Verankerung zwischen Prothese und Knochen. Für die Phase der Wundheilung
(ca. 1-2 Wochen) erfolgt eine teilweise Ruhigstellung der operierten
Hand. Wann Sie mit der Bewegungstherapie beginnen können, sagt Ihnen Ihr
Operateur. Bitte, nehmen Sie die von Ihrem Arzt verordneten Medikamente
(auch Schmerzmittel). Sie müssen nicht unter Schmerzen leiden!
Schmerzen können sich negativ auf den Heilungsverlauf auswirken. Ihr
Operateur sagt Ihnen auch, wann Sie mit der Belastung beginnen und in
welchem Umfang Sie das operierte Gelenk bewegen können.
Eine vollständige Einheiiung mit der Möglichkeit der vollen Belastung ist in der Regel nach 6-8 Wochen gegeben. Ein häufig auftretendes Reibegeräusch (Krepitation) ist nicht ungewöhnlich und sollte Sie nicht beunruhigen. Nach ca. 1/4 Jahr bildet sich eine Flüssigkeitsschicht zwischen den Gelenkanteilen und das Geräusch verschwindet. Die fehlende Gelenkbewegung führt zur Schrumpfung der Kapsei-Bandstrukturen sowie Rückgang der zuständigen Muskulatur. Aus diesem Grund ist eine nach erfolgter Wundheilung eingeleitete Bewegungstherapie bzw. Ergotherapie unbedingt notwendig. Veränderungen, welche sich über einen längeren Zeitraum bei Ihnen entwickelt haben, können nicht „über Nacht" behoben werden. Wichtig für den Erfolg der Therapie ist Geduld und ein vertrauensvolles Arzt-Patient-Verhältnis.