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Ostthüringer Gelenkzentrum Jena

Das schmerzhafte Großzehengrundgelenk Hallux rigidus

Was ist ein Hallux rigidus?
Alle schmerzhaften Veränderungen des Großzehengrund-gelenkes, welche mit Bewegungseinschränkungen bis hin zur völligen Versteifung verbunden sind, bezeichnet man als Hallux rigidus.

Beschwerden:

- Schwellung, Schmerzen, Rötung im Bereich des Großzehengrundgelenkes
- das Schuhwerk drückt
- Abrollen über die Großzehe schmerzhaft
- Stärkere Belastung der Außenseite des Fußes
- Verlagerung der Beschwerden vom Fuß bis in den Rücken

Ursachen:

1. Angeborene Deformität des Gelenkes (bei Jugendlichen); ungleichmäßige Gelenkflächen führen zu einer frühzeitigen Abnutzung des Gelenkknorpeis und zur späteren Arthrose.
2. Fehlstellungen des Großzehengrundgelenkes (Frostballen - Hailux valgus) führen über eine ständige ungleichmäßige Belastung zur Arthrose.
3. Gelenkentzündungen, Knochenknorpelerkrankungen, Fofgen von Gelenkverletzungen

Behandlung:
Ziel der Behandlung sollte es immer sein, ein Fortschreiten der Arthrose zu verhindern und ein schmerzfreies Laufen zu ermöglichen.
Sollten konservative Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, oder die Erkrankung fortgeschritten sein, kommen chirurgische Behandlungsmethoden zum Einsatz. Eine chirurgische Behandlung muss immer dem Grad der Gelenkschädigung Rechnung tragen.
In der Vergangenheit standen vorwiegend Teilentfernungen (Cheilektomie) von störenden Gelenkanteilen, Gelenkplastiken oder Gelenkentfernungen mit und ohne Versteifung (Ar-throdese) im Mittelpunkt.
Heute wird versucht, gelenkerhaltende Eingriffe zu nutzen. Ist die Gelenkschädigung bereits zu weit fortgeschritten, kann an Stelle einer Geienkversteifung ein künstliches Gelenk die Lebensqualität wieder verbessern.

Operationsmethoden:
In der Vergangenheit standen vorwiegend Teilentfernungen (Cheilektomie) von störenden Gelenkteilen, Gelenkplastiken oder Gelenkentfernungen mit und ohne Versteifung (Arthrodese) im Mittelpunkt.
Heute wird versucht, Gelenk erhaltende Eingriffe zu nutzen.
Ist die Gelenkschädigung bereits zu weit fortgeschritten, kann an Stelle einer Gelenkversteifung ein künstliches Gelenk die Lebensqualität wieder verbessern.

Entlastungs-OP nach Youngswick:
(Ziel: Druckentlastung des Gelenkes
und Korrektur der Fehlstellung des 1. Mittelfußknochens)

Korrektur der Fehlstellung des 1. Mittelfußknochens

künstlicher Gelenkersatz:
Implantate aus Zirkonkeramik (Moje)

künstlicher Gelenkersatz

Vorteile:
-     schnelle Schmerzfreiheit
-     gute Funktion und Belastbarkeit
-     gute Gewebeverträglichkeit, kein Prothesenabrieb
-     langzeitstabiler Verbund - Keramik mit Knochen
-     kein Knochenzement nötig
-     individuelle Prothesenanpassung möglich
-     gute Rückzugsmöglichkeit auf andere OP-Verfahren

künstliches Gelenk im Knochen

Was ist nach der Operation zu beachten?
In den ersten Tagen nach der OP sollten Sie ausreichend Schmerzmittel nehmen und das Bein hoch lagern. Für 4 bis 6 Wochen sollte keine Belastung erfolgen. Zur Mobilisation wird SpezialSchuhwerk verordnet. Eine Bewegungstherapie ohne Belastung erfolgt bereits unmittelbar nach der Operation. Wenn es notwendig erscheint, wird eine Motorschiene zur geführten Mobilisation eingesetzt. Wegen der Schwellungsneigung sollte der Fuß noch vorwiegend hoch gelagert werden. Nach durchschnittlich 6 Wochen ist die Prothese fest mit dem Knochen verbunden, danach ist eine volle Belastung des Fußes möglich. Ein häufig auftretendes Reibgeräüusch (Krepitation) ist nicht ungewöhnlich und sollte Sie nicht beunruhigen. Nach ca. 1/4 Jahr bildet sich eine Flüssigkeitsschicht zwischen den Gelenkteilen und das Geräusch verschwindet.

Spezialschuhwerk